Auf ein Wort

Kommentar

 

                     Antisemitismus jeder Couleur entgegentreten

Dr. Rolf Schlierer: „Die größte Gefahr für das jüdische Leben in Deutschland geht heute vom importierten Antisemitismus islamischer Einwanderer aus“

Die Republikaner haben anläßlich des 70. Jahrestages der vom NS-Regime organisierten Ausschreitungen gegen Juden und jüdische Einrichtungen, die als sog. „Reichskristallnacht“ bezeichnet wurden, dazu aufgerufen, dem Antisemitismus gleich welcher Couleur entschieden entgegenzutreten. Dabei dürfe insbesondere die Gefahr des wachsenden aggressiven Antisemitismus in den Reihen islamischer Einwanderer nicht verharmlost werden, warnte der Bundesvorsitzende der Republikaner Rolf Schlierer. Die klare Verurteilung des Antisemitismus dürfe aber nicht dazu führen, daß politische Meinungsäußerungen wie etwa Kritik an der Politik des Staates Israel mit pauschalen Antisemitismus-Vorwürfen unterdrückt würden.

„Die größte Gefahr für das jüdische Leben in Deutschland geht heute vom importierten Antisemitismus islamischer Einwanderer aus“, sagte Schlierer. Es sei befremdlich, daß ausgerechnet der Zentralrat der Juden dieses ernste Problem praktisch totschweige und stattdessen mit philologischen Spitzfindigkeiten über demokratische Politiker wie den niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff herziehe, weil dieser das Wort „Pogromstimmung“ gebraucht habe. Der Zentralrat müsse sich fragen lassen, wie ernst es ihm mit der Vertretung jüdischer Interessen in Deutschland tatsächlich sei.

Auch der Bundestag hat nach Auffassung der Republikaner in seiner gemeinsamen Resolution die große Chance verpaßt, der Herausforderung durch den islamistisch motivierten Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten. Offensichtlich sei den Akteuren die auf Umwegen doch noch erreichte Einheitsfront mit den Kommunisten wichtiger gewesen als ein unverstellter Blick auf die Realität, kritisierte Schlierer: „Die deutsche Demokratie beruht nicht auf einem ‚antifaschistischen Konsens‘, wie der „Linke“-Fraktionschef Gysi in Fortsetzung eingefahrener kommunistischer Denkmuster behauptet, sondern auf einem antitotalitären Grundkonsens, der Links-, Rechts- und Islamextremismus gleichermaßen bekämpft.“ Solange der antitotalitäre Konsens durch Anbiederung an die Postkommunisten aufgeweicht werde, wird die Demokratie nach Ansicht der Republikaner ernsthaft gefährdet.

Die Republikaner, Bundesgeschäftsstelle